Frankreich 2007
Warum Frankreich bzw. Jullouville?
Nun ja, alles fing damit an, dass ich mit meinem Vater bei Google Earth ein paar Orte gesucht habe, an denen wir schon mal
waren. Darunter war auch ein Campingplatz in Jullouville (Frankreich) auf dem meine Eltern, Schwestern und ich 1995
waren. Da dachte ich mir, da musst du doch noch mal hin und warum nicht mit dem Moped.
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Gestartet sind wir am Mittwoch, den 18.07.07, morgens so gegen 11 Uhr. Wollten
eigentlich schon um 9 Uhr gestartet sein, aber Jonas musste sein Moped morgens noch ummelden, da er es einen Tag zuvor beim
Tüv als Motorrad umschreiben lassen hat. Dann, ist ihm auch noch ein Bolzen von der Fußrastenhalterung abgerissen, was alles dann ziemlich verzögerte. Naja, ich war natürlich auch noch nicht fertig als Jonas zu mit kam.
Als wir dann endlich los gekommen sind, führte uns das Navi erst mal durch Hilden, Düsseldorf, dann nach Neuss, wieder
zurück nach Düsseldorf und dann über Krefeld bis an die Holländischegrenze. Von da an lief eigentlich alles ganz gut, nur
wir kamen nicht wie geplant nach Calais, da wir unter anderem mitten durch Brüssel gefahren sind, der absolute Horror.
Könnte das Navi heute noch dafür in die Ecke treten. Des weitern hatten wir auch unsere Tageskilometerleistung von 500 km
leicht zu hoch angesetzt. Mehr als 400 km waren meistens nicht drin.
Die erste Nacht haben wir dann auf einem Campingplatz nähe Geraardsbergen (Belgien) zwischen Brüssel und Gent verbracht.
Absolut überteuert (21€), viel zu laut (die Belgier haben da bis 3 Uhr morgens Terror gemacht) und einen Boden in den man
kaum einen Hering bekam. Sonst war der Platz auf den ersten Blick ganz gut ausgestattet.
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| Am nächsten Tag (19.07.07) ging es dann Richtung Calais. Gelandet sind wir in
Boulogne-sur-Mer, wo wir auch das erste Mal das Meer gesehen haben. Von dort aus ging es südwärts Richtung Granville. Abends
haben wir uns dann in Saint-Valery-sur-Somme, in der Nähe von Abbeville einen Campingplatz gesucht. Gefunden haben wir
einen schönen kleinen, eher einen Dauercamperplatz. Da konnte zwar niemand deutsch oder englisch, aber irgendwie klappt es
ja immer. Habe meine Rechnung teilweise selber geschrieben, da es mit dem Namen buchstabieren nicht so geklappt hat.
Haben einen schönen großen Platz bekommen und glücklicherweise war auch noch ein Supermarkt, mehr oder weniger, in der
Nähe. Die Nacht war schön ruhig. Sind irgendwann am nächsten Morgen (20.07.07) gegen 10 Uhr zum Ziel Jullouville
gestartet. |
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Unterwegs verabschiedete sich dann die Batterie von Jonas Moped, was uns aber
erst mal nicht am weiterfahren hinderte. Das Navi wollte uns dann über eine Brücke bei Rouen leiten, doch da, wo die Brücke
sein sollte, hörte die Straße einfach auf. Wie sich nachher herausstellte, gab es dort überhaupt keine Brücke, sondern da
hätte ein Fähranleger sein sollen. Okay dachten wir uns, fahren wir einfach mal ein Stück den Fluss entlang, da wird schon
irgendwo eine Brücke oder Fähre kommen. Naja dem Navi gefiel das nicht sonderlich, es bzw. sie wollte ständig zurück. Nach
ca. 8 km fanden wir dann eine Fähre und die war auch noch gratis. Einige Kilometer später haben wir an einem Motorradladen
angehalten und nach einer Batterie gefragt. Der Mechaniker hat dem Jonas dann irgendwie zu verstehen gegeben, dass es im
nächsten Ort einen anderen Laden gibt und er es dort versuchen sollte. Okay, weitergefahren und den Laden auf Anhieb
gefunden. Zum Glück konnte der Mechaniker englisch und hatte eine passende Batterie da. Die kostete zwar 39 Euro,
aber in so einer Situation musste man eben nehmen was man bekommt.
Gegen 20:30 Uhr kamen wir dann endlich in Jullouville an, doch der Campingplatz auf den wir eigentlich wollten war scheinbar
voll, habe ich zu mindestens so verstanden. Naja, die Besitzerin erklärte uns dann den Weg zu einem anderen, der noch freie
Plätze haben sollte. Als wir dort ankamen und einen Platz hatten, haben wir erst mal unser Zelt aufgeschlagen und was zu
essen gemacht. Kurz bevor wir schlafen gehen wollten, meinte die RX vom Jonas wohl, sich auch zum schlafen auf die Seite legen
zu müssen. Ergebnis der Aktion: Scheibe in 1000 Stücke und die rechte Kofferhalterung war verbogen. Shit Happens... .
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| Am nächsten morgen (21.07.07) haben wir uns auf die Suche nach einem anderen
Campingplatz gemacht, da uns dieser nicht so gut gefiel, Hanglage und irgendwie ein bisschen spießig. Sind dann Richtung
Norden gefahren und haben nach ca. 30km was besseres, ich würde sagen perfektes gefunden. Recht groß, direkt am Meer und
recht viele Deutsche und wie wir feststellen mussten sogar 3 Solinger Familien. Leider war nicht das beste Wetter um
großartig was zu unternehmen. Auf jeden Fall sind wir ziemlich aufgefallen mit unseren Mopeds. Sind von vielen Deutschen
angesprochen worden, die früher auch Zündapp, Hercules usw. gefahren sind und fanden es auch ganz verwunderlich / toll,
dass wir so weit gefahren sind. Aber auch ein paar Franzosen schienen ganz interessiert gewesen zu sein. |
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Am nächsten Tag (22.07.07) sind wir dann nach Le Mont-Saint-Michel gefahren.
War eigentlich ganz schön da, aber total überfüllt (Sonntag eben).
Am Montag den 23.07.07 sind wir dann Richtung Cuxhaven aufgebrochen, doch das Wetter hat kein bisschen mitgespielt.
Eine halbe Stunde nach unserer Abfahrt hat es so was von angefangen zu regnen, dass das Fahren keinen Spaß mehr machte.
Es hat natürlich nicht aufgehört und ich hatte das Gefühl als wenn der Regen uns verfolgen würde. Naja mein Moped dachte
sich wohl auch, was für ein Scheiß und legte sich erst mal im nächsten Kreisverkehr einfach mal auf die Seite. Ergebnis
war ein kaputter linker Blinker und Spiegel, sowie diverse Kratzer. An einer Tankstelle habe ich dann den rechten Spiegel
nach links umgebaut und den Blinker mit Panzertape gelebt. Dabei mussten wir feststellen das nicht nur wir, sondern auch
das meiste unseres Gepäcks total durchnässt war. Auf jeden Fall hatten wir dann so was von, die Schnauze voll, dass wir
uns ein Hotel gesucht haben. Zuerst hatte ich das Ibis in Honfleur ins Auge gefasst, aber 79 Euro waren uns im ersten
Moment zu teuer. Kurz hinter Le Havre haben wir dann ein Hotel gefunden. Naja wir rein, mir lief das Wasser aus den Ärmeln,
und ein Zimmer genommen. War ein ziemlich kleines Zimmer, mit zwei Betten. Aber zum Klamotten trocknen hat es gereicht und
der Fön aus dem Badezimmer hat es auch geschafft meine Schuhe zu trocknen. Nach dem wir alles zum Trocknen aufgehängt
hatten, haben wir erst mal Simpsons auf Französisch geschaut. |
| Morgens (24.07.07) ging es dann mit 71 Euro weniger in der Tasche weiter.
Da war das Preisleistungsverhältnis im Ibis wahrscheinlich besser.
An diesem Tag, so dachten wir, hätten wir Glück mit dem Wetter. Doch gegen Abend fing es wieder an zu regnen. Wir hatten
425 km hinter uns gebracht, als wir uns bei einem Aldi-Markt in Belgien unterstellten und die Entscheidung fiel,
die Nacht durch zufahren. Auf noch eine Nacht im Hotel hatten wir keine Lust und da wieder alles nass war, konnten wir
Campen auch vergessen. Nach dem auch Antwerpen hinter uns lag, sind wir auf die Autobahn gefahren. Haben fast an
jede Tankstelle / Raststätte Pause gemacht und Jonas hat sich mit viel Kaffe und vielen Dosen Red-Bull und ich mich mit sehr
viel Cola wachgehalten. Gegen 4:30 Uhr hatten wir die Niederlande hinter uns gelassen und sind auf die A31 aufgefahren.
Von da an haben wir uns nur noch einen Abgefroren und ich wäre fast ein paar mal beim fahren eingeschlafen. Nach einer kurzen
Pause und einem Paar Socken mehr, ging es weiter. Um 9.30 Uhr sind wir in Cuxhaven angekommen und meine Mutter hat uns erst
mal Frühstück gemacht. Haben uns dann ein paar Tage ausgeruht und konnten endlich wieder vernünftiges Bier trinken.
Am Sonntag den 29.07.07 sind wir morgens wieder Richtung Solingen aufgebrochen. Da meine Eltern unser Gepäck mitnahmen,
kamen wir auch besser voran und hatten um 18 Uhr endlich wieder Solinger Boden unter unseren Füßen.
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Mehr Bilder gibt es hier.
Die Strecke mit ein paar Wegmarken als Google Earth KMZ-Datei hier.
Leider hat das Navi nicht alle Streckenabschnitte vernünftig mitgeschrieben.
Fazit:
Alles in allem war's zwar anstrengend, aber es hat Spaß gemacht und wir können es nur jedem empfehlen. Nächstes mal werden
wir uns auf jeden Fall mehr Zeit nehmen, denn dieses Mal war es schon alles ein wenig abgehetzt. Beim nächsten mal werden
wir auch ein paar Fotos mehr machen und alles ein bisschen besser dokumentieren.
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